
Das UNESCO-Welterbe-Gebirge bietet spektakuläre Wanderwege und atemberaubende Ausblicke.
Die Serra de Tramuntana erstreckt sich über 90 Kilometer entlang der gesamten Nordwestküste Mallorcas und wurde 2011 von der UNESCO als Kulturlandschaft zum Welterbe erklärt. Das Gebirge mit seinem höchsten Gipfel, dem Puig Major (1.445 m), ist ein dramatischer Kontrast zu den flachen Strandlandschaften des Südens. Steile Klippen stürzen hunderte Meter ins Mittelmeer, während im Landesinneren terrassierte Olivenhaine und jahrhundertealte Eichenwälder die Hänge bedecken.
Der berühmte Fernwanderweg GR 221, auch 'Ruta de Pedra en Sec' (Trockensteinweg) genannt, führt in mehreren Etappen von Andratx im Süden bis Pollença im Norden. Er folgt den historischen Pfaden der Köhler und Bauern und passiert dabei spektakuläre Aussichtspunkte, versteckte Bergdörfer und die berühmten Trockensteinmauern, die seit Jahrhunderten die Terrassenlandschaft formen.
Entlang der Tramuntana liegen einige der schönsten Dörfer Mallorcas: Valldemossa mit seiner Kartause, Deià als Künstlerkolonie, Fornalutx als 'schönstes Dorf Spaniens' und Sóller mit seiner historischen Straßenbahn. Jedes Dorf hat seinen eigenen Charakter, gemeinsam ist ihnen die atemberaubende Lage zwischen Bergen und Meer.
Die beste Wanderzeit ist von Oktober bis Mai, wenn die Temperaturen angenehm und die Landschaft grün ist. Im Sommer kann es in den Bergen extrem heiß werden. Festes Schuhwerk und ausreichend Wasser sind Pflicht. Die Serpentinenstraßen, besonders die berühmte Straße nach Sa Calobra mit ihren Haarnadelkurven, sind auch für Autofahrer ein Erlebnis – aber nichts für schwache Nerven.