
Die gotische Kathedrale von Palma ist das Wahrzeichen der Insel und ein architektonisches Meisterwerk.
Die Kathedrale La Seu erhebt sich majestätisch über dem Hafen von Palma und ist das unverkennbare Wahrzeichen der Insel. Mit einer Länge von 121 Metern und einer Höhe von 44 Metern gehört sie zu den größten gotischen Kathedralen Europas. Ihr Bau begann im 13. Jahrhundert unter König Jaume II. und dauerte fast 400 Jahre. Das Ergebnis ist ein Meisterwerk der Gotik, das Besucher aus aller Welt in seinen Bann zieht.
Das berühmte Rosettenfenster – mit fast 12 Metern Durchmesser eines der größten der Welt – taucht den Innenraum in ein magisches Farbenspiel. Zweimal im Jahr, am 2. Februar und am 11. November, fällt das Licht der aufgehenden Sonne so durch die Rosette, dass sich ihr Abbild exakt unter der gegenüberliegenden Rosette an der Innenwand spiegelt – ein Schauspiel, das Tausende anzieht.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der katalanische Architekt Antoni Gaudí mit der Neugestaltung des Innenraums beauftragt. Sein Baldachin über dem Hauptaltar, die schmiedeeisernen Leuchter und die Neuanordnung des Chorgestühls tragen seine unverwechselbare Handschrift. Obwohl Gaudí das Projekt nach zehn Jahren unvollendet verließ, sind seine Spuren bis heute ein faszinierender Dialog zwischen Gotik und Moderne.
Besuche die Kathedrale am besten morgens, wenn das Licht durch die Ostfenster fällt und die Besucherzahlen noch überschaubar sind. Der Eintritt beinhaltet auch den Zugang zum Kathedralmuseum mit sakraler Kunst. Nach dem Besuch lohnt sich ein Spaziergang durch den angrenzenden Parc de la Mar mit seinem Spiegelbecken, in dem sich die Kathedrale bei Sonnenuntergang eindrucksvoll spiegelt.